Bullshit - Die halbe Geschichte

Dies ist die Geschichte von Agathe, Carla, Eva, Jenny und Paula, die zusammen mit dem Schaf Dolly aufbrachen, um Ruhe und Frieden vor den Menschen zu finden.

Der Hof, ein typischer Familienbetrieb hatte sich über die Jahre gerettet. Bauer Jakob bewirtschaftete den Hof mit seiner Familie mit aller Kraft und trotzdem kam unterm Strich nicht viel dabei heraus - aber immerhin: sie lebten und fühlten sich weitgehend frei. Zusammen mit 20 Kühen, 6 Schweinen, 2 Dutzend Hühnern und 5 Schafen; 3 Katzen, 2 Hunden und einer bockigen Ziege. Alle Tiere hatten ihren Namen und ihren Platz in der bäuerlichen Gemeinschaft und vor allen Dingen: alle liefen frei herum. (Free Running) Obwohl das Tagewerk auf dem Hof schwer und lang war, hätte keiner je daran gedacht, diese Idylle verlassen zu wollen. Der Hof war die ganze Existenz von Mensch und Tier.

An einem milden Frühjahrstag begann das Chaos: Milchkuh Helma fühlte sich nicht so. Ihr wurde übel, sie stolperte über die kleinste Unebenheit, fiel hin und legte sich schließlich in eine dunkle Ecke im Stall und beklagte sich bei den anderen über schwüle Luft im Stall. Alle sind besorgt: Bauer, Bäuerin, Kühe, Schweine, Hühner stehen aufgeregt im Stall rum. Jeder will helfen, aber Kuh Helma stirbt ohne ersichtlichen Grund in der Nacht. Der Tierarzt wird am nächsten Morgen gerufen. Er untersucht die tote Kuh, kann nichts feststellen, untersucht die anderen Tiere - ohne Ergebnis. "Die Kuh muß ins Labor", sagt er abschließend. Noch am gleichen Tag wird Helma ins Labor in der nahegelegenen Kreisstadt verbracht.

Während der nächsten Tage ist auf dem Bauernhof Trauer angesagt, die Familie, alle Tiere geben sich sehr schweigsam und laufen bedrückt herum.

Nach 2 Tagen erscheint der Tierarzt erneut auf dem Hof und überbringt das Ergebnis der Laboruntersuchung: eine unbekannte, nicht genau zu bezeichnende, tödlich verlaufende Hirnkrankheit!? "Man muß davon ausgehen", sagt der Tierarzt, "dass alle Tiere davon betroffen sind!. Die Regierungsbehörden wurden informiert, alles weitere erfahren Sie morgen." Und geht.

Eine schlimme Nacht bricht über den Hof herein. (Müssen wir alle tot?) Am nächsten Morgen steht der Amtstierarzt vor der Tür und verkündet: "Alle Tiere müssen gekeult werden!". Gekeult, was ist das? Alles erschrickt. "Aber ..., warum ..., wieso..., weshalb?"

"Verordnung!" "Wann?" "Morgen!"

Alle hören es und blicken sich entsetzt an. Den ganzen Tag über laufen alle wie irr herum, fragen sich: hab´ ich es auch schon? Bauer Jakob versucht die Tiere zu beruhigen - ohne Erfolg - sie verspotten ihn, ob er nicht wisse, was die Kuhglocke geläutet habe?

Die Tiere rotten sich zusammen, schmieden einen Plan. Agathe, die älteste von allen Kühen ergreift das Wort: "Leute, ich habe keine Bock (Ziege guckt blöd) abgemurkst zu werden, bloß, weil Helma krank war und jetzt tot ist. Wir müssen uns wehren!". Allgemeine Zustimmung. "Die einzige Möglichkeit, so wie ich das sehe ist: abhauen! - Laßt uns hier verschwinden! Sofort!". Einwände kommen, Diskussionen werden geführt. "Papperlapapp - kommt, wir gehen, mal sehn wohin - zeigt sich dann... Ich will nicht geschlachtet - hat der gekeult gesagt? - werden."

Großer Tumult entsteht mit abschließender Diskussion, Abstimmung und der Entscheidung: 5 Kühe (Agathe, Carla, Paula, Jenny und Eva), ein Schaf (Dolly) und sieben Hühner sind sich einig - Sie wollen abhauen! (Der Entschluss) Sie machen sich auf den Weg und verlassen den Hof noch in dieser Nacht.

Eine lange Flucht beginnt, während der irgendwelche Menschen immer wieder versuchen sie einzufangen. (War / Auf der Flucht)

Sie entkommen schließlich und erreichen ein verstecktes Tal in den Bergen. Keine Menschenseele weit und breit, dafür jede Menge saftiges Gras - sie fühlen sich sicher und wollen bleiben. (Ankunft (Der Euter Blues) - Im Tal)

Ihre neue Heimat nennen sie COWMANIA.

Nach einiger Zeit, inzwischen kommt Langeweile auf, findet zufällig der Jungbulle Sonny den Weg ins Tal (Der Wanderer). Der kommt der Gemeinschaft gerade recht: er befreit sie von ihren trüben Gedanken, indem er seine Lieder zum Besten gibt und allerlei Unfug mit Ihnen anstellt. Sonny verliebt sich in Jenny, was ihn an seine erste Liebe erinnert, die es inzwischen aber nicht mehr gibt. Zur Erinnerung schreibt er ein Liebeslied. (I love Muh)

Sonny, der später im Tal ankam, erzählt auch, dass inzwischen viele Menschen mit der wahllosen Tierschlachterei nicht einverstanden sind und dagegen massiv protestieren. Nach allerlei Diskussionen beschließen die Tiere, vorsichtig wieder Kontakt zu den Menschen aufzunehmen. Deshalb, aber auch um sich sinnvoll zu beschäftigen und erneuter Langeweile vorzubeugen, entwickeln die Tiere ein Spiel und nennen es BULLSHIT. Sie schreiben auch gleich ein Lied dazu (bullshit), um es unter den Menschen bekannt zu machen.

Das Spiel steht im Internet unter www.bullshit.de. Die Bedienungsanleitung kann man sich dort anhören (Das Spiel) und auch den Wunsch beim Spiel Viel Spaß zu haben.

Zwischendurch gibt Sonny immer wieder die Geschichte vom Bauern Hans zum Besten, was alle immer wieder erheitert. (Was geschah in der Zwischenzeit)

Wir werden von Agathe und ihren Freunden noch hören und sehen mal zu, was noch passiert.